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Die Matratze
Worauf es bei Festigkeit, Unterstützung
und Liegegefühl ankommt.
Warum die Matratze zum Menschen passen muss
Jeder Mensch liegt anders. Deshalb kann eine
Matratze für eine Person sehr angenehm sein,
während sich jemand anderer darauf nicht
wohlfühlt. Körperbau, Gewicht, Schlafposition
und persönliche Vorlieben spielen bei der
Auswahl eine wichtige Rolle.
Eine Matratze soll dort nachgeben, wo der
Körper Platz benötigt, und gleichzeitig
eine angenehme Unterstützung bieten.
Besonders im Schulter- und Beckenbereich
zeigen sich Unterschiede zwischen den
einzelnen Matratzen. Wie weit diese
Körperbereiche einsinken, hängt sowohl
von der Matratze als auch von der
jeweiligen Person ab.
Dabei lässt sich die passende Matratze
nicht allein anhand eines Härtegrades
bestimmen. Zwei Matratzen mit derselben
Festigkeitsangabe können sich ganz
unterschiedlich anfühlen. Auch das
Material, der innere Aufbau und
die Unterfederung beeinflussen
das Liegeverhalten.
Deshalb nehmen wir uns bei unserer
Liegeberatung Zeit, verschiedene
Matratzen gemeinsam mit Ihnen
auszuprobieren. Wir berücksichtigen
Ihre gewohnten Schlafpositionen,
besprechen Ihre bisherigen Erfahrungen
und achten darauf, wie Sie auf den
unterschiedlichen Liegeflächen liegen.
Entscheidend ist nicht eine bestimmte
Bezeichnung, sondern wie gut die
Matratze zu Ihnen persönlich passt.
Wie eine Matratze den Körper unterstützt
Eine Matratze hat mehrere Aufgaben.
Sie soll das Körpergewicht angenehm
aufnehmen, in den richtigen Bereichen
nachgeben und gleichzeitig ausreichend
Unterstützung bieten. Auch normale
Bewegungen während des Schlafens
sollen möglich bleiben.
Das Körpergewicht verteilen
Wenn Sie auf einer Matratze liegen,
verteilt sich Ihr Körpergewicht
auf die Liegefläche. Wie gut
das gelingt, hängt davon ab,
wie die Matratze auf die
unterschiedlichen Körperbereiche
reagiert.
Besonders an Schultern, Hüfte
und Becken kann ein stärkeres
Druckgefühl entstehen, wenn
die Matratze zu wenig nachgibt.
Eine passende Liegefläche
soll diese Bereiche angenehm
aufnehmen.
Dabei geht es nicht darum,
möglichst tief einzusinken.
Auch eine zu weiche Matratze
kann sich unangenehm anfühlen,
wenn einzelne Körperbereiche
nicht ausreichend unterstützt
werden.
Schulter und Becken passend einsinken lassen
Unser Körper ist nicht überall
gleich breit oder gleich schwer.
Besonders in Seitenlage benötigen
Schulter und Becken ausreichend
Platz in der Matratze.
Gibt die Liegefläche in diesen
Bereichen zu wenig nach,
kann sich das Liegen unangenehm
anfühlen. Gibt sie dagegen
insgesamt zu stark nach,
kann die Unterstützung
an anderer Stelle fehlen.
Auch in Rückenlage ist
entscheidend, wie die Matratze
den Körper aufnimmt.
Dabei spielen unter anderem
die Lage des Beckens und
das persönliche Empfinden
im Lendenbereich eine Rolle.
Deshalb betrachten wir
beim Probeliegen nicht nur
die Festigkeit, sondern
auch das Zusammenspiel
der einzelnen Körperbereiche
mit der Matratze.
Bewegungen im Schlaf ermöglichen
Während der Nacht verändern
wir immer wieder unsere
Liegeposition. Deshalb sollte
eine Matratze nicht nur
in einer bestimmten Haltung
angenehm sein.
Auch das Drehen von der
Rückenlage in die Seitenlage
und das Verändern der
Körperposition gehören
zu einem natürlichen
Schlafverhalten.
Matratzen unterscheiden
sich darin, wie schnell
sie auf Bewegungen reagieren.
Manche Materialien geben
langsam nach, andere
federn rascher zurück.
Welche Reaktion angenehm
ist, hängt von Ihren
persönlichen Vorlieben ab.
Wichtig ist, dass Sie
sich auf der Matratze
ohne größere Anstrengung
bewegen können.
Wichtig bei der Auswahl:
Eine Matratze kann sich beim
ersten Hinlegen sehr angenehm
anfühlen und trotzdem nicht
ideal zu Ihren Schlafgewohnheiten
passen. Deshalb probieren wir
verschiedene Liegepositionen
aus und achten gemeinsam
darauf, wie die Matratze
Ihren Körper unterstützt.
Festigkeit, Einsinken und Liegegefühl
Bei der Matratzenwahl wird häufig zuerst
nach dem Härtegrad gefragt. Dabei sagt
diese Angabe allein noch wenig darüber
aus, ob eine Matratze zu Ihnen passt.
Wichtig ist das Zusammenspiel aus
Festigkeit, Nachgiebigkeit und
tatsächlicher Unterstützung.
Was der Härtegrad tatsächlich aussagt
Viele Hersteller kennzeichnen
ihre Matratzen mit Härtegraden.
Bezeichnungen wie H2 oder H3
sollen eine Orientierung
zur Festigkeit geben.
Diese Angaben sind allerdings
nicht herstellerübergreifend
einheitlich festgelegt.
Eine Matratze mit Härtegrad H3
kann sich deshalb deutlich
anders anfühlen als eine
andere Matratze mit
derselben Bezeichnung.
Dazu kommt, dass die
wahrgenommene Festigkeit
vom Körpergewicht und
von der Körperform abhängt.
Dieselbe Matratze kann
von zwei Menschen sehr
unterschiedlich
empfunden werden.
Auch die Oberfläche
spielt eine Rolle.
Eine Matratze kann sich
beim ersten Kontakt weich
anfühlen und darunter
dennoch einen festeren,
unterstützenden Aufbau
besitzen.
Deshalb betrachten wir
den angegebenen Härtegrad
als Orientierung, aber
nicht als alleinige
Grundlage für die Auswahl.
Wie weit der Körper in die Matratze einsinkt
Beim Liegen gibt eine
Matratze unter dem Gewicht
des Körpers nach.
Wie weit einzelne Bereiche
einsinken, hängt von
der Konstruktion und
der jeweiligen Belastung ab.
Ist eine Matratze in
bestimmten Bereichen
zu wenig nachgiebig,
können beispielsweise
Schulter oder Hüfte
stärker gegen die
Liegefläche drücken.
Das kann sich
unangenehm anfühlen.
Eine sehr nachgiebige
Matratze kann dagegen
dazu führen, dass
bestimmte Körperbereiche
weiter einsinken,
als es für die
betreffende Person
angenehm ist.
Entscheidend ist daher
nicht, ob eine Matratze
grundsätzlich weich
oder fest ist, sondern
wie ihre unterschiedlichen
Bereiche zusammenarbeiten.
Auch die Unterfederung
kann das Einsinkverhalten
beeinflussen. Deshalb
muss die Kombination
aus Matratze und
Unterlage berücksichtigt
werden.
Was beim Probeliegen wirklich zählt
Eine Matratze sollte sich
nicht nur beim ersten Hinlegen
angenehm anfühlen. Wir
empfehlen, sich etwas Zeit
zu nehmen und unterschiedliche
Schlafpositionen auszuprobieren.
In Seitenlage können Sie
besonders darauf achten,
wie sich Schulter und Becken
in die Matratze einfügen.
In Rückenlage ist unter
anderem interessant, wie
sich die Unterstützung
im Bereich des Beckens
und der Lendenwirbelsäule
anfühlt.
Ebenso wichtig ist,
wie leicht Sie Ihre
Position verändern können.
Manche Matratzen vermitteln
ein stärker einsinkendes
Liegegefühl, andere
reagieren unmittelbarer
auf Bewegungen.
Was Sie bevorzugen,
ist individuell.
Deshalb vergleichen wir
beim Probeliegen nicht
einfach Härtegrade,
sondern das tatsächliche
Liegegefühl auf
unterschiedlichen Matratzen.
Gut zu wissen:
Eine feste Matratze ist
nicht automatisch besser
für den Rücken, und
eine weiche Matratze
ist nicht grundsätzlich
ungeeignet. Entscheidend
sind Ihr Körperbau,
Ihre Schlafgewohnheiten
und eine für Sie
angenehme Unterstützung.
Welche Matratzenmaterialien gibt es?
Matratzen unterscheiden sich nicht
nur in ihrer Festigkeit, sondern
auch in den verwendeten Materialien
und im inneren Aufbau. Manche
reagieren schnell auf Bewegungen,
andere geben langsamer nach.
Auch beim Einsinken und beim
Wärmeempfinden gibt es Unterschiede.
Wir erklären die wichtigsten
Materialien und ihre Eigenschaften.
Kaltschaum und elastische Schaumstoffe
Kaltschaummatratzen bestehen
aus elastischem Polyurethanschaum.
Je nach Zusammensetzung und
Verarbeitung können sie sich
deutlich in ihrer Festigkeit
und Nachgiebigkeit unterscheiden.
Viele elastische Schaumstoffe
geben unter Belastung nach
und kehren nach einer
Bewegung vergleichsweise
rasch in ihre ursprüngliche
Form zurück.
Durch unterschiedliche
Schaumqualitäten, Einschnitte
und Zonen kann der Hersteller
beeinflussen, wie die
Matratze in einzelnen
Körperbereichen reagiert.
Ob eine solche Matratze
eher weich oder fest
wirkt, lässt sich aus
der Materialbezeichnung
allein nicht ableiten.
Auch das Wärme- und
Feuchtigkeitsverhalten
hängt vom gesamten
Matratzenaufbau ab.
Viskoelastischer Schaum
Viskoelastische Schaumstoffe
passen sich unter Belastung
an die Körperkonturen an.
Viele Ausführungen reagieren
dabei langsamer auf
Druckveränderungen als
herkömmliche elastische
Schaumstoffe.
Dadurch entsteht häufig
ein stärker anschmiegsames,
einsinkendes Liegegefühl.
Manche Menschen empfinden
diese Anpassung als
besonders angenehm.
Andere bevorzugen eine
Matratze, die schneller
zurückfedert und auf
der sich ein Positionswechsel
leichter anfühlt.
Auch hier gibt es
deutliche Unterschiede
zwischen den Modellen.
Bei manchen viskoelastischen
Materialien beeinflusst
auch die Temperatur
das Liegeverhalten.
Wie warm sich die Matratze
tatsächlich anfühlt,
hängt zusätzlich von
ihrem Aufbau und
dem Bezug ab.
Taschenfederkern
Taschenfederkernmatratzen
besitzen im Inneren
zahlreiche Metallfedern,
die einzeln in
Stofftaschen eingenäht
sind. Die Federn können
unter Belastung
unterschiedlich nachgeben.
Über dem Federkern
befinden sich weitere
Polster- oder Schaumschichten.
Diese bestimmen wesentlich mit,
wie sich die Oberfläche
anfühlt und wie das
Körpergewicht aufgenommen wird.
Zwischen den Federn
bestehen Hohlräume,
die den Luftaustausch
innerhalb der Matratze
begünstigen können.
Das tatsächliche
Schlafklima hängt
jedoch auch von den
übrigen Materialien ab.
Federkernmatratzen
unterscheiden sich
unter anderem in
Federanordnung, Federwirkung
und Polsteraufbau.
Deshalb kann auch
innerhalb dieser
Matratzenart das
Liegegefühl sehr
unterschiedlich sein.
Latex
Latexmatratzen bestehen
aus elastischem
Latexmaterial. Dieses
kann aus Naturkautschuk,
synthetischem Latex
oder einer Kombination
hergestellt werden.
Latex kann sich gut
an unterschiedliche
Belastungen anpassen
und federt nach
einer Bewegung meist
wieder zurück.
Wie fest oder nachgiebig
eine Latexmatratze ist,
hängt von ihrer
Zusammensetzung und
Konstruktion ab.
Auch die Gestaltung
von Zonen und
Belüftungskanälen
kann sich unterscheiden.
Latexmatratzen können
vergleichsweise schwer sein.
Das kann beispielsweise
beim Heben und Wenden
eine Rolle spielen.
Auch hier sollte man
die konkrete Ausführung
beurteilen und nicht
allein das Material.
Warum das Material allein nicht entscheidet
Viele Matratzen bestehen nicht
aus einem einzigen Material.
Hersteller kombinieren
unterschiedliche Schichten,
um bestimmte Eigenschaften
miteinander zu verbinden.
So kann beispielsweise
eine anschmiegsame Oberfläche
mit einem elastischeren
oder festeren Kern
kombiniert werden.
Neben dem Material sind
die Höhe der einzelnen
Schichten, die Zoneneinteilung,
die Festigkeit und die
gesamte Konstruktion wichtig.
Zwei Matratzen aus ähnlichen
Materialien können sich
deshalb beim Probeliegen
ganz unterschiedlich anfühlen.
Auch der Bezug beeinflusst
das Liegegefühl und
das Schlafklima.
Je nach Ausführung
unterscheiden sich
Matratzenbezüge beispielsweise
in ihrer Polsterung,
Luftdurchlässigkeit
und Pflege.
Deshalb vergleichen wir
bei unserer Liegeberatung
nicht nur Materialarten.
Entscheidend ist, wie
die komplette Matratze
auf Ihren Körper reagiert
und wie angenehm Sie
darauf liegen.
Gut zu wissen:
Aus Bezeichnungen wie
Kaltschaum, Viscoschaum,
Taschenfederkern oder Latex
lässt sich nicht zuverlässig
ableiten, welche Matratze
für Sie am besten geeignet
ist. Der konkrete Aufbau,
die Festigkeit und
das persönliche Liegegefühl
sind mindestens ebenso
wichtig.
Welche Rolle spielt die Schlafposition
bei der Matratzenwahl?
Ob Sie überwiegend auf der Seite,
auf dem Rücken oder auf dem Bauch
schlafen, kann bei der Matratzenwahl
einen Unterschied machen.
Denn je nach Schlafposition werden
die einzelnen Körperbereiche
unterschiedlich belastet.
Eine passende Matratze sollte
sich deshalb in Ihren gewohnten
Liegepositionen angenehm anfühlen.
Schlafen in Seitenlage
In Seitenlage liegen
besonders Schulter und
Hüfte beziehungsweise Becken
auf der Matratze auf.
Diese Bereiche benötigen
ausreichend Platz,
damit keine unangenehm
hohen Druckbelastungen
entstehen.
Gibt die Matratze an
der Schulter zu wenig
nach, kann sich dort
ein deutliches Druckgefühl
bemerkbar machen.
Gibt sie insgesamt
zu stark nach, kann
die Unterstützung an
anderen Stellen fehlen.
Wie viel Nachgiebigkeit
angenehm ist, hängt
unter anderem von
der Schulterbreite,
den Körperproportionen
und dem Gewicht ab.
Auch das Kopfkissen
spielt eine Rolle.
Seine Höhe sollte
zur Schulterbreite
und dazu passen,
wie tief die Schulter
in die Matratze einsinkt.
Schlafen in Rückenlage
In Rückenlage verteilt
sich das Körpergewicht
anders als in Seitenlage.
Dabei werden unter
anderem Rücken, Becken
und Schultern von
der Matratze aufgenommen.
Wichtig ist, dass
sich die Matratze
an die natürliche
Körperform anpassen
kann und dabei
eine angenehme
Unterstützung bietet.
Sinkt das Becken
für die betreffende
Person zu weit ein,
kann sich die
Liegeposition unangenehm
anfühlen. Eine zu
wenig nachgiebige
Matratze kann
ebenfalls unpassend sein.
Deshalb achten wir
beim Probeliegen
darauf, wie der
gesamte Körper aufliegt
und wie sich besonders
der Bereich um Becken
und Lendenwirbelsäule
anfühlt.
Schlafen in Bauchlage
In Bauchlage liegen
Brustkorb, Bauch und
Becken auf der Matratze.
Gleichzeitig wird
der Kopf meist
zur Seite gedreht.
Besonders im Beckenbereich
kann eine sehr
nachgiebige Matratze
dazu führen, dass
der Körper stärker
einsinkt, als es
angenehm ist.
Daraus lässt sich
aber nicht ableiten,
dass jeder Bauchschläfer
eine besonders
feste Matratze benötigt.
Auch hier sind
Körperbau und
Matratzenkonstruktion
entscheidend.
Bei der Auswahl
berücksichtigen wir
außerdem das verwendete
Kissen. Ein hohes
Kopfkissen kann
die bereits gedrehte
Kopfhaltung zusätzlich
unangenehm machen.
Wenn Sie Ihre Schlafposition während
der Nacht wechseln
Viele Menschen schlafen nicht
die ganze Nacht in derselben
Position. Sie drehen sich
beispielsweise von der Seite
auf den Rücken und später
wieder zurück. Das ist
ein normaler Bestandteil
des Schlafverhaltens.
Deshalb sollte eine Matratze
nicht nur in Ihrer bevorzugten
Einschlafposition angenehm sein.
Auch in anderen Positionen
sollte sie ausreichend
Unterstützung bieten
und normale Bewegungen
ermöglichen.
Manche Materialien passen
sich langsam an und vermitteln
ein stärker einsinkendes
Liegegefühl. Andere reagieren
schneller, wenn Sie Ihre
Position verändern.
Welches Verhalten Sie
bevorzugen, lässt sich
am besten beim Probeliegen
vergleichen.
Wir empfehlen deshalb,
sich auf einer Matratze
nicht nur kurz hinzulegen,
sondern die üblichen
Schlafpositionen auszuprobieren.
Dabei merken Sie häufig
schon Unterschiede, die
beim ersten Hinlegen
nicht auffallen.
Wichtig bei der Auswahl:
Es gibt keine Matratze,
die allein aufgrund
einer bestimmten
Schlafposition für
jeden Menschen geeignet
ist. Körperbau,
persönliche Vorlieben
und das Zusammenspiel
mit Unterfederung und
Kissen müssen ebenfalls
berücksichtigt werden.
Matratze, Unterfederung und Kissen
als Gesamtsystem
Eine Matratze liegt nicht für sich allein
im Bett. Sie wird von einer Unterfederung
getragen, und auch das Kopfkissen
beeinflusst, wie angenehm Sie liegen.
Deshalb sollten diese drei Komponenten
zueinander passen. Das bedeutet aber
nicht, dass immer alles gleichzeitig
erneuert werden muss.
Matratze und Unterfederung
Die Unterfederung trägt die Matratze.
Je nach Bauweise kann sie zusätzlich
beeinflussen, wie die Liegefläche
auf das Körpergewicht reagiert.
Manche Matratzen übernehmen
die Anpassung an den Körper
weitgehend selbst. Bei anderen
kann die Federwirkung des
Lattenrostes deutlicher
spürbar sein.
Wichtig ist außerdem,
dass die Unterfederung
für die jeweilige Matratze
technisch geeignet ist.
Dazu gehören beispielsweise
die Art der Auflage und
die zulässigen Abstände
zwischen den Federleisten.
Ist ein vorhandener Lattenrost
in gutem Zustand und für
die neue Matratze geeignet,
kann er häufig weiterhin
verwendet werden.
Weitere Informationen finden
Sie auf unserer Seite
Der Lattenrost
.
Matratze und Kopfkissen
Wie hoch ein Kopfkissen
sein sollte, hängt auch
von der Matratze ab.
Besonders in Seitenlage
spielt eine Rolle,
wie weit die Schulter
in die Liegefläche einsinkt.
Gibt die Matratze im
Schulterbereich stärker nach,
verändert sich der Abstand
zwischen Kopf und Matratze.
Dadurch kann ein bisher
angenehmes Kissen plötzlich
zu hoch oder zu niedrig
erscheinen.
Auch die bevorzugte
Schlafposition, die
Schulterbreite und
das Kissenmaterial
beeinflussen die
passende Kissenhöhe.
Deshalb empfehlen wir,
das Kopfkissen möglichst
gemeinsam mit einer
passenden Matratze
auszuprobieren.
Worauf Sie bei der Auswahl
achten sollten, erklären
wir auf unserer Seite
Das Kissen
.
Warum wir beim Probeliegen
die gesamte Liegefläche betrachten
Wenn Sie bei uns verschiedene
Matratzen ausprobieren,
achten wir zunächst darauf,
wie Sie auf der jeweiligen
Matratze liegen.
Dabei berücksichtigen wir
Ihre gewohnte Schlafposition,
Ihren Körperbau und
Ihre bisherigen Erfahrungen.
Anschließend prüfen wir,
welchen Einfluss die
Unterfederung auf das
Liegegefühl hat.
Auch das Kopfkissen
beziehen wir mit ein,
damit Kopf und Nacken
angenehm aufliegen.
Wenn Sie bereits eine
Matratze, einen Lattenrost
oder ein Kissen besitzen,
besprechen wir gemeinsam,
welche Teile weiterhin
geeignet sind und wo
eine Veränderung sinnvoll
sein könnte.
Entscheidend ist nicht,
dass alle Komponenten
vom selben Hersteller
stammen. Sie müssen
technisch zusammenpassen
und für Sie persönlich
eine angenehme
Liegefläche ergeben.
Unser Rat:
Wenn Sie Ihre Matratze
austauschen möchten,
berücksichtigen Sie
auch die vorhandene
Unterfederung und
Ihr Kopfkissen.
Oft genügt es,
einzelne Komponenten
passend aufeinander
abzustimmen. Ein
vollständiger Austausch
ist nicht automatisch
notwendig.
Pflege, Haltbarkeit und Austausch einer Matratze
Eine Matratze wird über viele Jahre
Nacht für Nacht beansprucht.
Wie lange sie ihre Liegeeigenschaften
behält, hängt von ihrer Qualität,
der Konstruktion, der Nutzung
und der Pflege ab.
Deshalb lohnt es sich, nicht
nur auf das Alter, sondern
auch auf ihren tatsächlichen
Zustand zu achten.
Die Matratze richtig pflegen
Während des Schlafens
gibt unser Körper
Feuchtigkeit ab.
Ein Teil davon
gelangt auch in
die Bettwäsche
und die Matratze.
Es ist deshalb
sinnvoll, das Bett
morgens etwas
auslüften zu lassen,
bevor die Bettdecke
wieder vollständig
darübergelegt wird.
Regelmäßiges Lüften
des Schlafzimmers
unterstützt den
Feuchtigkeitsaustausch.
Ein geeigneter,
waschbarer Matratzenschutz
kann helfen, den Bezug
vor Verschmutzungen
zu schützen.
Er sollte die
Liegeeigenschaften
und den Feuchtigkeits-
austausch möglichst
wenig beeinträchtigen.
Besitzt die Matratze
einen abnehmbaren Bezug,
beachten Sie dessen
Pflegeetikett.
Nicht jeder Bezug
darf gewaschen werden,
und die erlaubten
Waschtemperaturen
können unterschiedlich
sein.
Woran Sie Verschleiß erkennen
Mit der Zeit können
sich die Eigenschaften
einer Matratze verändern.
Materialien werden
durch die regelmäßige
Belastung beansprucht
und können an
Elastizität oder
Stützkraft verlieren.
Mögliche Anzeichen
sind dauerhaft
erkennbare Liegekuhlen,
deutlich veränderte
Festigkeit oder
Bereiche, die
nicht mehr wie
gewohnt nachgeben.
Auch wenn Sie
auf Ihrer Matratze
zunehmend unbequem
liegen, lohnt
sich eine genauere
Betrachtung.
Allerdings muss
die Ursache nicht
immer die Matratze
selbst sein.
Ebenso sollte die
Unterfederung überprüft
werden. Ein beschädigter
oder ungleichmäßig
nachgebender Lattenrost
kann das Liegeverhalten
einer ansonsten
noch geeigneten
Matratze beeinflussen.
Wann ein Austausch sinnvoll ist
Für Matratzen gibt
es keine allgemeingültige
Nutzungsdauer, nach
deren Ablauf sie
automatisch ersetzt
werden müssen.
Entscheidend ist,
ob die Matratze
noch ausreichend
unterstützt, hygienisch
in Ordnung ist und
zu Ihren heutigen
Liegegewohnheiten passt.
Ein Austausch kann
sinnvoll werden,
wenn die Matratze
deutliche Verschleiß-
erscheinungen zeigt
oder sich ihre
Liegeeigenschaften
spürbar verschlechtert
haben.
Auch persönliche
Veränderungen können
eine Rolle spielen.
Beispielsweise können
sich Körpergewicht,
Schlafgewohnheiten
oder das Bedürfnis
nach Unterstützung
im Laufe der Jahre
verändern.
Eine noch gut erhaltene
Matratze muss dagegen
nicht allein wegen
ihres Alters
ersetzt werden.
Sollte man eine Matratze regelmäßig wenden?
Das hängt von ihrer Konstruktion
ab. Manche Matratzen sind
für die beidseitige Nutzung
vorgesehen und können
entsprechend gewendet werden.
Andere besitzen eine
festgelegte Ober- und
Unterseite und dürfen
nicht umgedreht werden.
Auch das Drehen um 180 Grad,
also der Wechsel zwischen
Kopf- und Fußende,
ist nicht bei jedem
Modell vorgesehen.
Bei Matratzen mit
besonderen Liegezonen
oder asymmetrischem
Aufbau müssen die
Herstellerangaben
beachtet werden.
Wir empfehlen deshalb,
die jeweilige Pflegeanleitung
zu berücksichtigen.
So vermeiden Sie,
dass die Matratze
entgegen ihrer
vorgesehenen Konstruktion
verwendet wird.
Auch die Unterseite
sollte gelegentlich
kontrolliert werden.
Eine geeignete Unterfederung
und ausreichende
Luftbewegung unter
der Matratze können
helfen, Feuchtigkeit
abzuführen. Bei
anhaltender Feuchtigkeit
oder Schimmelverdacht
sollte die Ursache
geklärt werden.
Unser Rat:
Wenn Sie mit Ihrer
bisherigen Matratze
nicht mehr zufrieden sind,
muss nicht automatisch
eine neue gekauft werden.
Zuerst sollte geklärt
werden, ob die Matratze
selbst, die Unterfederung
oder die Kombination
aus beiden für das
veränderte Liegegefühl
verantwortlich ist.
Bei tatsächlichem Verschleiß
oder hygienischen Problemen
kann ein Austausch
notwendig sein.
Häufige Fragen zur Matratze
Bei der Auswahl einer Matratze tauchen
immer wieder ähnliche Fragen auf.
Hier beantworten wir zwölf davon
aus unserer täglichen Liegeberatung.
Matratzenwahl und Härtegrad
Welche Matratze ist für mich die richtige?
Das hängt von Ihrem Körperbau,
Ihrem Gewicht, Ihren Schlafpositionen
und Ihrem persönlichen Liegegefühl ab.
Deshalb lässt sich nicht eine
bestimmte Matratze für alle
Menschen empfehlen.
Beim Probeliegen vergleichen wir
unterschiedliche Modelle und
achten darauf, wie die Matratze
Ihren Körper aufnimmt und
unterstützt. Auch Ihre bisherige
Matratze und Ihre Erfahrungen
damit helfen bei der Auswahl.
Was bedeuten die Härtegrade H2 und H3?
Härtegrade dienen als Orientierung
für die Festigkeit einer Matratze.
Innerhalb einer Modellreihe ist
H3 üblicherweise fester als H2.
Zwischen verschiedenen Herstellern
sind diese Angaben jedoch nicht
einheitlich vergleichbar.
Deshalb kann sich eine Matratze
mit H3 bei einem Hersteller
anders anfühlen als bei einem
anderen.
Ein Härtegrad allein sagt
noch nicht aus, ob eine Matratze
zu Ihrem Körper passt.
Ist eine harte Matratze besser für den Rücken?
Nicht grundsätzlich. Eine sehr
feste Matratze kann an Schulter
oder Hüfte unangenehmen Druck
verursachen. Eine sehr weiche
Matratze kann wiederum
in bestimmten Bereichen zu
wenig Unterstützung bieten.
Entscheidend ist, wie die
Matratze auf Ihren Körper
reagiert. Deshalb empfehlen
wir weder grundsätzlich
harte noch grundsätzlich
weiche Matratzen.
Wie lange sollte ich eine Matratze probeliegen?
Nehmen Sie sich ausreichend
Zeit, um verschiedene Matratzen
in Ruhe zu vergleichen.
Ein kurzes Hinsetzen oder
Hinlegen reicht für eine
sinnvolle Beurteilung
meist nicht aus.
Probieren Sie besonders jene
Positionen aus, in denen
Sie normalerweise schlafen.
Verändern Sie zwischendurch
Ihre Lage und achten Sie
auf Druckgefühl, Einsinken
und Bewegungsfreiheit.
Probeliegen hilft bei der
Auswahl, kann aber nicht
jede Erfahrung einer ganzen
Nacht vorwegnehmen.
Materialien und Liegegefühl
Welche Matratze eignet sich für Seitenschläfer?
In Seitenlage sollten Schulter
und Becken ausreichend in
die Matratze einsinken können,
ohne dass andere Körperbereiche
unangenehm wenig Unterstützung
erhalten.
Wie viel Nachgiebigkeit
erforderlich ist, hängt
unter anderem von der
Schulterbreite, den
Körperproportionen und
dem Gewicht ab.
Deshalb gibt es keine
Matratzenart und keinen
Härtegrad, der für alle
Seitenschläfer gleichermaßen
passt.
Sind Schaum- oder Taschenfederkernmatratzen besser?
Beide Bauarten können
angenehm und unterstützend
sein. Entscheidend ist
die jeweilige Konstruktion
und nicht nur die
Materialbezeichnung.
Schaumstoffmatratzen
unterscheiden sich stark
in ihrer Elastizität und
Anpassung. Bei
Taschenfederkernmatratzen
beeinflussen sowohl
die Federn als auch
die darüberliegenden
Polsterschichten das
Liegegefühl.
Welche Ausführung
Sie bevorzugen, lässt sich
am besten im direkten
Vergleich feststellen.
Brauchen zwei Personen mit unterschiedlichem Körperbau unterschiedliche Matratzen?
Das kann sinnvoll sein,
muss aber nicht.
Wenn sich zwei Personen
in Gewicht, Körperbau
oder ihren Vorlieben
deutlich unterscheiden,
kann eine einzige
Matratzenfestigkeit
für beide ein Kompromiss
sein.
Zwei einzelne Matratzen
ermöglichen eine
unabhängigere Abstimmung.
Dabei sollten allerdings
auch die unterschiedlichen
Höhen, die Besucherritze
und die gemeinsame
Liegefläche berücksichtigt
werden.
Welche Lösung besser
passt, hängt von
Ihren persönlichen
Anforderungen ab.
Welche Matratze ist geeignet, wenn ich nachts stark schwitze?
Das Wärme- und
Feuchtigkeitsempfinden
hängt nicht nur vom
Matratzenkern ab.
Auch Bezug, Bettdecke,
Bettwäsche, Raumtemperatur
und Luftfeuchtigkeit
spielen eine Rolle.
Manche Matratzenaufbauten
begünstigen den
Luftaustausch stärker
als andere. Daraus lässt
sich aber nicht ableiten,
dass ein bestimmtes
Material für jeden
Menschen kühler ist.
Wir berücksichtigen
deshalb bei der Beratung
das gesamte Schlafumfeld
und Ihr persönliches
Wärmeempfinden.
Nutzung, Pflege und Austausch
Brauche ich zu einer neuen Matratze auch einen neuen Lattenrost?
Nicht automatisch.
Wenn Ihr vorhandener
Lattenrost in gutem
Zustand und für die
neue Matratze geeignet
ist, kann er häufig
weiterverwendet werden.
Wichtig sind die
technischen Anforderungen
der Matratze, etwa
an die Auflagefläche
und die Leistenabstände.
Bei verstellbaren
Rahmen muss die Matratze
ebenfalls dafür
geeignet sein.
Sollte ich bei einer neuen Matratze auch mein Kopfkissen überprüfen?
Ja, das ist sinnvoll.
Wenn Sie auf einer
neuen Matratze anders
einsinken, kann sich
auch der Abstand
zwischen Kopf und
Liegefläche verändern.
Besonders in Seitenlage
kann dadurch ein bisher
passendes Kissen zu hoch
oder zu niedrig wirken.
Deshalb empfehlen wir,
das vorhandene Kissen
gemeinsam mit der
neuen Matratze
zu beurteilen.
Muss ich meine Matratze regelmäßig drehen oder wenden?
Das hängt vom jeweiligen
Modell ab. Manche Matratzen
sind für die beidseitige
Nutzung vorgesehen.
Andere besitzen eine
festgelegte Oberseite
und dürfen nicht
umgedreht werden.
Auch das Drehen zwischen
Kopf- und Fußende
ist nicht bei jeder
Matratze sinnvoll.
Entscheidend sind
der innere Aufbau
und die Hinweise
des Herstellers.
Beachten Sie deshalb
immer die Pflege-
und Gebrauchsanleitung
Ihrer Matratze.
Nach wie vielen Jahren sollte ich meine Matratze austauschen?
Eine allgemein gültige
Austauschfrist gibt
es nicht. Wie lange
eine Matratze ihre
Eigenschaften behält,
hängt von Qualität,
Konstruktion, Belastung
und Pflege ab.
Ein Austausch kann
sinnvoll sein, wenn
sich deutliche
Liegekuhlen bilden,
die Unterstützung
spürbar nachlässt
oder hygienische
Probleme bestehen.
Auch wenn sich
Ihre persönlichen
Anforderungen verändert
haben, kann eine
andere Matratze
geeigneter sein.
Das Alter allein
ist jedoch kein
ausreichender Grund
für einen Austausch.
Persönliche Matratzenberatung
im Liegestudio
Welche Matratze zu Ihnen passt,
lässt sich nicht allein anhand
eines Härtegrades oder einer
Materialbezeichnung bestimmen.
Wichtig sind Ihr Körperbau,
Ihre Schlafgewohnheiten und
das persönliche Liegegefühl.
Bei uns können Sie unterschiedliche
Matratzen in Ruhe ausprobieren
und direkt miteinander vergleichen.
Wir achten gemeinsam darauf,
wie Sie liegen, und erklären
Ihnen die Unterschiede.
Auch Ihre vorhandene Unterfederung
und Ihr Kopfkissen berücksichtigen
wir bei der Beratung.
Wir beraten Sie gerne persönlich
Vereinbaren Sie einen Termin
in unserem Liegestudio
in Wien-Oberlaa.
Wir nehmen uns Zeit,
Ihre Fragen zu beantworten
und verschiedene Matratzen
gemeinsam mit Ihnen
auszuprobieren.