Die Matratze

Worauf es bei Festigkeit, Unterstützung und Liegegefühl ankommt.

Warum die Matratze zum Menschen passen muss

Frau liegt entspannt in Seitenlage auf einer Matratze in einem hellen Schlafzimmer.

Jeder Mensch liegt anders. Deshalb kann eine Matratze für eine Person sehr angenehm sein, während sich jemand anderer darauf nicht wohlfühlt. Körperbau, Gewicht, Schlafposition und persönliche Vorlieben spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.

Eine Matratze soll dort nachgeben, wo der Körper Platz benötigt, und gleichzeitig eine angenehme Unterstützung bieten. Besonders im Schulter- und Beckenbereich zeigen sich Unterschiede zwischen den einzelnen Matratzen. Wie weit diese Körperbereiche einsinken, hängt sowohl von der Matratze als auch von der jeweiligen Person ab.

Dabei lässt sich die passende Matratze nicht allein anhand eines Härtegrades bestimmen. Zwei Matratzen mit derselben Festigkeitsangabe können sich ganz unterschiedlich anfühlen. Auch das Material, der innere Aufbau und die Unterfederung beeinflussen das Liegeverhalten.

Deshalb nehmen wir uns bei unserer Liegeberatung Zeit, verschiedene Matratzen gemeinsam mit Ihnen auszuprobieren. Wir berücksichtigen Ihre gewohnten Schlafpositionen, besprechen Ihre bisherigen Erfahrungen und achten darauf, wie Sie auf den unterschiedlichen Liegeflächen liegen. Entscheidend ist nicht eine bestimmte Bezeichnung, sondern wie gut die Matratze zu Ihnen persönlich passt.

Wie eine Matratze den Körper unterstützt

Frau schläft entspannt in Seitenlage auf einer Matratze in einem hellen Schlafzimmer.

Eine Matratze hat mehrere Aufgaben. Sie soll das Körpergewicht angenehm aufnehmen, in den richtigen Bereichen nachgeben und gleichzeitig ausreichend Unterstützung bieten. Auch normale Bewegungen während des Schlafens sollen möglich bleiben.

Das Körpergewicht verteilen

Wenn Sie auf einer Matratze liegen, verteilt sich Ihr Körpergewicht auf die Liegefläche. Wie gut das gelingt, hängt davon ab, wie die Matratze auf die unterschiedlichen Körperbereiche reagiert.

Besonders an Schultern, Hüfte und Becken kann ein stärkeres Druckgefühl entstehen, wenn die Matratze zu wenig nachgibt. Eine passende Liegefläche soll diese Bereiche angenehm aufnehmen.

Dabei geht es nicht darum, möglichst tief einzusinken. Auch eine zu weiche Matratze kann sich unangenehm anfühlen, wenn einzelne Körperbereiche nicht ausreichend unterstützt werden.

Schulter und Becken passend einsinken lassen

Unser Körper ist nicht überall gleich breit oder gleich schwer. Besonders in Seitenlage benötigen Schulter und Becken ausreichend Platz in der Matratze.

Gibt die Liegefläche in diesen Bereichen zu wenig nach, kann sich das Liegen unangenehm anfühlen. Gibt sie dagegen insgesamt zu stark nach, kann die Unterstützung an anderer Stelle fehlen.

Auch in Rückenlage ist entscheidend, wie die Matratze den Körper aufnimmt. Dabei spielen unter anderem die Lage des Beckens und das persönliche Empfinden im Lendenbereich eine Rolle.

Deshalb betrachten wir beim Probeliegen nicht nur die Festigkeit, sondern auch das Zusammenspiel der einzelnen Körperbereiche mit der Matratze.

Bewegungen im Schlaf ermöglichen

Während der Nacht verändern wir immer wieder unsere Liegeposition. Deshalb sollte eine Matratze nicht nur in einer bestimmten Haltung angenehm sein.

Auch das Drehen von der Rückenlage in die Seitenlage und das Verändern der Körperposition gehören zu einem natürlichen Schlafverhalten.

Matratzen unterscheiden sich darin, wie schnell sie auf Bewegungen reagieren. Manche Materialien geben langsam nach, andere federn rascher zurück.

Welche Reaktion angenehm ist, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wichtig ist, dass Sie sich auf der Matratze ohne größere Anstrengung bewegen können.

Wichtig bei der Auswahl: Eine Matratze kann sich beim ersten Hinlegen sehr angenehm anfühlen und trotzdem nicht ideal zu Ihren Schlafgewohnheiten passen. Deshalb probieren wir verschiedene Liegepositionen aus und achten gemeinsam darauf, wie die Matratze Ihren Körper unterstützt.

Festigkeit, Einsinken und Liegegefühl

Mann liegt auf einer Matratze und prüft mit der Hand das Nachgeben der Liegefläche.

Bei der Matratzenwahl wird häufig zuerst nach dem Härtegrad gefragt. Dabei sagt diese Angabe allein noch wenig darüber aus, ob eine Matratze zu Ihnen passt. Wichtig ist das Zusammenspiel aus Festigkeit, Nachgiebigkeit und tatsächlicher Unterstützung.

Was der Härtegrad tatsächlich aussagt

Viele Hersteller kennzeichnen ihre Matratzen mit Härtegraden. Bezeichnungen wie H2 oder H3 sollen eine Orientierung zur Festigkeit geben.

Diese Angaben sind allerdings nicht herstellerübergreifend einheitlich festgelegt. Eine Matratze mit Härtegrad H3 kann sich deshalb deutlich anders anfühlen als eine andere Matratze mit derselben Bezeichnung.

Dazu kommt, dass die wahrgenommene Festigkeit vom Körpergewicht und von der Körperform abhängt. Dieselbe Matratze kann von zwei Menschen sehr unterschiedlich empfunden werden.

Auch die Oberfläche spielt eine Rolle. Eine Matratze kann sich beim ersten Kontakt weich anfühlen und darunter dennoch einen festeren, unterstützenden Aufbau besitzen.

Deshalb betrachten wir den angegebenen Härtegrad als Orientierung, aber nicht als alleinige Grundlage für die Auswahl.

Wie weit der Körper in die Matratze einsinkt

Beim Liegen gibt eine Matratze unter dem Gewicht des Körpers nach. Wie weit einzelne Bereiche einsinken, hängt von der Konstruktion und der jeweiligen Belastung ab.

Ist eine Matratze in bestimmten Bereichen zu wenig nachgiebig, können beispielsweise Schulter oder Hüfte stärker gegen die Liegefläche drücken. Das kann sich unangenehm anfühlen.

Eine sehr nachgiebige Matratze kann dagegen dazu führen, dass bestimmte Körperbereiche weiter einsinken, als es für die betreffende Person angenehm ist.

Entscheidend ist daher nicht, ob eine Matratze grundsätzlich weich oder fest ist, sondern wie ihre unterschiedlichen Bereiche zusammenarbeiten.

Auch die Unterfederung kann das Einsinkverhalten beeinflussen. Deshalb muss die Kombination aus Matratze und Unterlage berücksichtigt werden.

Was beim Probeliegen wirklich zählt

Frau probiert in entspannter Seitenlage eine Matratze und fühlt mit der Hand die Liegefläche.

Eine Matratze sollte sich nicht nur beim ersten Hinlegen angenehm anfühlen. Wir empfehlen, sich etwas Zeit zu nehmen und unterschiedliche Schlafpositionen auszuprobieren.

In Seitenlage können Sie besonders darauf achten, wie sich Schulter und Becken in die Matratze einfügen. In Rückenlage ist unter anderem interessant, wie sich die Unterstützung im Bereich des Beckens und der Lendenwirbelsäule anfühlt.

Ebenso wichtig ist, wie leicht Sie Ihre Position verändern können. Manche Matratzen vermitteln ein stärker einsinkendes Liegegefühl, andere reagieren unmittelbarer auf Bewegungen.

Was Sie bevorzugen, ist individuell. Deshalb vergleichen wir beim Probeliegen nicht einfach Härtegrade, sondern das tatsächliche Liegegefühl auf unterschiedlichen Matratzen.

Gut zu wissen: Eine feste Matratze ist nicht automatisch besser für den Rücken, und eine weiche Matratze ist nicht grundsätzlich ungeeignet. Entscheidend sind Ihr Körperbau, Ihre Schlafgewohnheiten und eine für Sie angenehme Unterstützung.

Welche Matratzenmaterialien gibt es?

Frau betrachtet verschiedene Matratzenmaterialien und Materialmuster auf einem Bett in einem hellen Schlafzimmer.

Matratzen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Festigkeit, sondern auch in den verwendeten Materialien und im inneren Aufbau. Manche reagieren schnell auf Bewegungen, andere geben langsamer nach. Auch beim Einsinken und beim Wärmeempfinden gibt es Unterschiede. Wir erklären die wichtigsten Materialien und ihre Eigenschaften.

Kaltschaum und elastische Schaumstoffe

Kaltschaummatratzen bestehen aus elastischem Polyurethanschaum. Je nach Zusammensetzung und Verarbeitung können sie sich deutlich in ihrer Festigkeit und Nachgiebigkeit unterscheiden.

Viele elastische Schaumstoffe geben unter Belastung nach und kehren nach einer Bewegung vergleichsweise rasch in ihre ursprüngliche Form zurück.

Durch unterschiedliche Schaumqualitäten, Einschnitte und Zonen kann der Hersteller beeinflussen, wie die Matratze in einzelnen Körperbereichen reagiert.

Ob eine solche Matratze eher weich oder fest wirkt, lässt sich aus der Materialbezeichnung allein nicht ableiten. Auch das Wärme- und Feuchtigkeitsverhalten hängt vom gesamten Matratzenaufbau ab.

Viskoelastischer Schaum

Viskoelastische Schaumstoffe passen sich unter Belastung an die Körperkonturen an. Viele Ausführungen reagieren dabei langsamer auf Druckveränderungen als herkömmliche elastische Schaumstoffe.

Dadurch entsteht häufig ein stärker anschmiegsames, einsinkendes Liegegefühl. Manche Menschen empfinden diese Anpassung als besonders angenehm.

Andere bevorzugen eine Matratze, die schneller zurückfedert und auf der sich ein Positionswechsel leichter anfühlt. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Modellen.

Bei manchen viskoelastischen Materialien beeinflusst auch die Temperatur das Liegeverhalten. Wie warm sich die Matratze tatsächlich anfühlt, hängt zusätzlich von ihrem Aufbau und dem Bezug ab.

Taschenfederkern

Taschenfederkernmatratzen besitzen im Inneren zahlreiche Metallfedern, die einzeln in Stofftaschen eingenäht sind. Die Federn können unter Belastung unterschiedlich nachgeben.

Über dem Federkern befinden sich weitere Polster- oder Schaumschichten. Diese bestimmen wesentlich mit, wie sich die Oberfläche anfühlt und wie das Körpergewicht aufgenommen wird.

Zwischen den Federn bestehen Hohlräume, die den Luftaustausch innerhalb der Matratze begünstigen können. Das tatsächliche Schlafklima hängt jedoch auch von den übrigen Materialien ab.

Federkernmatratzen unterscheiden sich unter anderem in Federanordnung, Federwirkung und Polsteraufbau. Deshalb kann auch innerhalb dieser Matratzenart das Liegegefühl sehr unterschiedlich sein.

Latex

Latexmatratzen bestehen aus elastischem Latexmaterial. Dieses kann aus Naturkautschuk, synthetischem Latex oder einer Kombination hergestellt werden.

Latex kann sich gut an unterschiedliche Belastungen anpassen und federt nach einer Bewegung meist wieder zurück.

Wie fest oder nachgiebig eine Latexmatratze ist, hängt von ihrer Zusammensetzung und Konstruktion ab. Auch die Gestaltung von Zonen und Belüftungskanälen kann sich unterscheiden.

Latexmatratzen können vergleichsweise schwer sein. Das kann beispielsweise beim Heben und Wenden eine Rolle spielen. Auch hier sollte man die konkrete Ausführung beurteilen und nicht allein das Material.

Warum das Material allein nicht entscheidet

Ein Paar liegt entspannt auf einer Matratze in einem hellen Schlafzimmer.

Viele Matratzen bestehen nicht aus einem einzigen Material. Hersteller kombinieren unterschiedliche Schichten, um bestimmte Eigenschaften miteinander zu verbinden. So kann beispielsweise eine anschmiegsame Oberfläche mit einem elastischeren oder festeren Kern kombiniert werden.

Neben dem Material sind die Höhe der einzelnen Schichten, die Zoneneinteilung, die Festigkeit und die gesamte Konstruktion wichtig. Zwei Matratzen aus ähnlichen Materialien können sich deshalb beim Probeliegen ganz unterschiedlich anfühlen.

Auch der Bezug beeinflusst das Liegegefühl und das Schlafklima. Je nach Ausführung unterscheiden sich Matratzenbezüge beispielsweise in ihrer Polsterung, Luftdurchlässigkeit und Pflege.

Deshalb vergleichen wir bei unserer Liegeberatung nicht nur Materialarten. Entscheidend ist, wie die komplette Matratze auf Ihren Körper reagiert und wie angenehm Sie darauf liegen.

Gut zu wissen: Aus Bezeichnungen wie Kaltschaum, Viscoschaum, Taschenfederkern oder Latex lässt sich nicht zuverlässig ableiten, welche Matratze für Sie am besten geeignet ist. Der konkrete Aufbau, die Festigkeit und das persönliche Liegegefühl sind mindestens ebenso wichtig.

Welche Rolle spielt die Schlafposition bei der Matratzenwahl?

Mann mit grauen Haaren liegt entspannt in Seitenlage auf einer Matratze in einem hellen Schlafzimmer.

Ob Sie überwiegend auf der Seite, auf dem Rücken oder auf dem Bauch schlafen, kann bei der Matratzenwahl einen Unterschied machen. Denn je nach Schlafposition werden die einzelnen Körperbereiche unterschiedlich belastet. Eine passende Matratze sollte sich deshalb in Ihren gewohnten Liegepositionen angenehm anfühlen.

Schlafen in Seitenlage

In Seitenlage liegen besonders Schulter und Hüfte beziehungsweise Becken auf der Matratze auf. Diese Bereiche benötigen ausreichend Platz, damit keine unangenehm hohen Druckbelastungen entstehen.

Gibt die Matratze an der Schulter zu wenig nach, kann sich dort ein deutliches Druckgefühl bemerkbar machen. Gibt sie insgesamt zu stark nach, kann die Unterstützung an anderen Stellen fehlen.

Wie viel Nachgiebigkeit angenehm ist, hängt unter anderem von der Schulterbreite, den Körperproportionen und dem Gewicht ab.

Auch das Kopfkissen spielt eine Rolle. Seine Höhe sollte zur Schulterbreite und dazu passen, wie tief die Schulter in die Matratze einsinkt.

Schlafen in Rückenlage

In Rückenlage verteilt sich das Körpergewicht anders als in Seitenlage. Dabei werden unter anderem Rücken, Becken und Schultern von der Matratze aufgenommen.

Wichtig ist, dass sich die Matratze an die natürliche Körperform anpassen kann und dabei eine angenehme Unterstützung bietet.

Sinkt das Becken für die betreffende Person zu weit ein, kann sich die Liegeposition unangenehm anfühlen. Eine zu wenig nachgiebige Matratze kann ebenfalls unpassend sein.

Deshalb achten wir beim Probeliegen darauf, wie der gesamte Körper aufliegt und wie sich besonders der Bereich um Becken und Lendenwirbelsäule anfühlt.

Schlafen in Bauchlage

In Bauchlage liegen Brustkorb, Bauch und Becken auf der Matratze. Gleichzeitig wird der Kopf meist zur Seite gedreht.

Besonders im Beckenbereich kann eine sehr nachgiebige Matratze dazu führen, dass der Körper stärker einsinkt, als es angenehm ist.

Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass jeder Bauchschläfer eine besonders feste Matratze benötigt. Auch hier sind Körperbau und Matratzenkonstruktion entscheidend.

Bei der Auswahl berücksichtigen wir außerdem das verwendete Kissen. Ein hohes Kopfkissen kann die bereits gedrehte Kopfhaltung zusätzlich unangenehm machen.

Wenn Sie Ihre Schlafposition während der Nacht wechseln

Viele Menschen schlafen nicht die ganze Nacht in derselben Position. Sie drehen sich beispielsweise von der Seite auf den Rücken und später wieder zurück. Das ist ein normaler Bestandteil des Schlafverhaltens.

Deshalb sollte eine Matratze nicht nur in Ihrer bevorzugten Einschlafposition angenehm sein. Auch in anderen Positionen sollte sie ausreichend Unterstützung bieten und normale Bewegungen ermöglichen.

Manche Materialien passen sich langsam an und vermitteln ein stärker einsinkendes Liegegefühl. Andere reagieren schneller, wenn Sie Ihre Position verändern. Welches Verhalten Sie bevorzugen, lässt sich am besten beim Probeliegen vergleichen.

Wir empfehlen deshalb, sich auf einer Matratze nicht nur kurz hinzulegen, sondern die üblichen Schlafpositionen auszuprobieren. Dabei merken Sie häufig schon Unterschiede, die beim ersten Hinlegen nicht auffallen.

Wichtig bei der Auswahl: Es gibt keine Matratze, die allein aufgrund einer bestimmten Schlafposition für jeden Menschen geeignet ist. Körperbau, persönliche Vorlieben und das Zusammenspiel mit Unterfederung und Kissen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Matratze, Unterfederung und Kissen als Gesamtsystem

Frau entspannt in einem gemütlichen Bett mit Matratze und Kissen in einem hellen Schlafzimmer.

Eine Matratze liegt nicht für sich allein im Bett. Sie wird von einer Unterfederung getragen, und auch das Kopfkissen beeinflusst, wie angenehm Sie liegen. Deshalb sollten diese drei Komponenten zueinander passen. Das bedeutet aber nicht, dass immer alles gleichzeitig erneuert werden muss.

Matratze und Unterfederung

Die Unterfederung trägt die Matratze. Je nach Bauweise kann sie zusätzlich beeinflussen, wie die Liegefläche auf das Körpergewicht reagiert.

Manche Matratzen übernehmen die Anpassung an den Körper weitgehend selbst. Bei anderen kann die Federwirkung des Lattenrostes deutlicher spürbar sein.

Wichtig ist außerdem, dass die Unterfederung für die jeweilige Matratze technisch geeignet ist. Dazu gehören beispielsweise die Art der Auflage und die zulässigen Abstände zwischen den Federleisten.

Ist ein vorhandener Lattenrost in gutem Zustand und für die neue Matratze geeignet, kann er häufig weiterhin verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Der Lattenrost .

Matratze und Kopfkissen

Wie hoch ein Kopfkissen sein sollte, hängt auch von der Matratze ab. Besonders in Seitenlage spielt eine Rolle, wie weit die Schulter in die Liegefläche einsinkt.

Gibt die Matratze im Schulterbereich stärker nach, verändert sich der Abstand zwischen Kopf und Matratze. Dadurch kann ein bisher angenehmes Kissen plötzlich zu hoch oder zu niedrig erscheinen.

Auch die bevorzugte Schlafposition, die Schulterbreite und das Kissenmaterial beeinflussen die passende Kissenhöhe.

Deshalb empfehlen wir, das Kopfkissen möglichst gemeinsam mit einer passenden Matratze auszuprobieren.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erklären wir auf unserer Seite Das Kissen .

Warum wir beim Probeliegen die gesamte Liegefläche betrachten

Visualisierte Beratungssituation: Dominik Sonnleitner betrachtet mit einer Kundin die Körperunterstützung beim Probeliegen.

Wenn Sie bei uns verschiedene Matratzen ausprobieren, achten wir zunächst darauf, wie Sie auf der jeweiligen Matratze liegen. Dabei berücksichtigen wir Ihre gewohnte Schlafposition, Ihren Körperbau und Ihre bisherigen Erfahrungen.

Anschließend prüfen wir, welchen Einfluss die Unterfederung auf das Liegegefühl hat. Auch das Kopfkissen beziehen wir mit ein, damit Kopf und Nacken angenehm aufliegen.

Wenn Sie bereits eine Matratze, einen Lattenrost oder ein Kissen besitzen, besprechen wir gemeinsam, welche Teile weiterhin geeignet sind und wo eine Veränderung sinnvoll sein könnte.

Entscheidend ist nicht, dass alle Komponenten vom selben Hersteller stammen. Sie müssen technisch zusammenpassen und für Sie persönlich eine angenehme Liegefläche ergeben.

Unser Rat: Wenn Sie Ihre Matratze austauschen möchten, berücksichtigen Sie auch die vorhandene Unterfederung und Ihr Kopfkissen. Oft genügt es, einzelne Komponenten passend aufeinander abzustimmen. Ein vollständiger Austausch ist nicht automatisch notwendig.

Pflege, Haltbarkeit und Austausch einer Matratze

Frau begutachtet den abnehmbaren Bezug einer Matratze in einem hellen Schlafzimmer.

Eine Matratze wird über viele Jahre Nacht für Nacht beansprucht. Wie lange sie ihre Liegeeigenschaften behält, hängt von ihrer Qualität, der Konstruktion, der Nutzung und der Pflege ab. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf das Alter, sondern auch auf ihren tatsächlichen Zustand zu achten.

Die Matratze richtig pflegen

Während des Schlafens gibt unser Körper Feuchtigkeit ab. Ein Teil davon gelangt auch in die Bettwäsche und die Matratze.

Es ist deshalb sinnvoll, das Bett morgens etwas auslüften zu lassen, bevor die Bettdecke wieder vollständig darübergelegt wird. Regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers unterstützt den Feuchtigkeitsaustausch.

Ein geeigneter, waschbarer Matratzenschutz kann helfen, den Bezug vor Verschmutzungen zu schützen. Er sollte die Liegeeigenschaften und den Feuchtigkeits- austausch möglichst wenig beeinträchtigen.

Besitzt die Matratze einen abnehmbaren Bezug, beachten Sie dessen Pflegeetikett. Nicht jeder Bezug darf gewaschen werden, und die erlaubten Waschtemperaturen können unterschiedlich sein.

Woran Sie Verschleiß erkennen

Mit der Zeit können sich die Eigenschaften einer Matratze verändern. Materialien werden durch die regelmäßige Belastung beansprucht und können an Elastizität oder Stützkraft verlieren.

Mögliche Anzeichen sind dauerhaft erkennbare Liegekuhlen, deutlich veränderte Festigkeit oder Bereiche, die nicht mehr wie gewohnt nachgeben.

Auch wenn Sie auf Ihrer Matratze zunehmend unbequem liegen, lohnt sich eine genauere Betrachtung. Allerdings muss die Ursache nicht immer die Matratze selbst sein.

Ebenso sollte die Unterfederung überprüft werden. Ein beschädigter oder ungleichmäßig nachgebender Lattenrost kann das Liegeverhalten einer ansonsten noch geeigneten Matratze beeinflussen.

Wann ein Austausch sinnvoll ist

Für Matratzen gibt es keine allgemeingültige Nutzungsdauer, nach deren Ablauf sie automatisch ersetzt werden müssen.

Entscheidend ist, ob die Matratze noch ausreichend unterstützt, hygienisch in Ordnung ist und zu Ihren heutigen Liegegewohnheiten passt.

Ein Austausch kann sinnvoll werden, wenn die Matratze deutliche Verschleiß- erscheinungen zeigt oder sich ihre Liegeeigenschaften spürbar verschlechtert haben.

Auch persönliche Veränderungen können eine Rolle spielen. Beispielsweise können sich Körpergewicht, Schlafgewohnheiten oder das Bedürfnis nach Unterstützung im Laufe der Jahre verändern.

Eine noch gut erhaltene Matratze muss dagegen nicht allein wegen ihres Alters ersetzt werden.

Sollte man eine Matratze regelmäßig wenden?

Das hängt von ihrer Konstruktion ab. Manche Matratzen sind für die beidseitige Nutzung vorgesehen und können entsprechend gewendet werden. Andere besitzen eine festgelegte Ober- und Unterseite und dürfen nicht umgedreht werden.

Auch das Drehen um 180 Grad, also der Wechsel zwischen Kopf- und Fußende, ist nicht bei jedem Modell vorgesehen. Bei Matratzen mit besonderen Liegezonen oder asymmetrischem Aufbau müssen die Herstellerangaben beachtet werden.

Wir empfehlen deshalb, die jeweilige Pflegeanleitung zu berücksichtigen. So vermeiden Sie, dass die Matratze entgegen ihrer vorgesehenen Konstruktion verwendet wird.

Auch die Unterseite sollte gelegentlich kontrolliert werden. Eine geeignete Unterfederung und ausreichende Luftbewegung unter der Matratze können helfen, Feuchtigkeit abzuführen. Bei anhaltender Feuchtigkeit oder Schimmelverdacht sollte die Ursache geklärt werden.

Unser Rat: Wenn Sie mit Ihrer bisherigen Matratze nicht mehr zufrieden sind, muss nicht automatisch eine neue gekauft werden. Zuerst sollte geklärt werden, ob die Matratze selbst, die Unterfederung oder die Kombination aus beiden für das veränderte Liegegefühl verantwortlich ist. Bei tatsächlichem Verschleiß oder hygienischen Problemen kann ein Austausch notwendig sein.

Häufige Fragen zur Matratze

Bildmontage: Walter Sonnleitner beantwortet zwei Interessierten Fragen zur Matratzenwahl.

Bei der Auswahl einer Matratze tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Hier beantworten wir zwölf davon aus unserer täglichen Liegeberatung.

Matratzenwahl und Härtegrad

Welche Matratze ist für mich die richtige?

Das hängt von Ihrem Körperbau, Ihrem Gewicht, Ihren Schlafpositionen und Ihrem persönlichen Liegegefühl ab. Deshalb lässt sich nicht eine bestimmte Matratze für alle Menschen empfehlen.

Beim Probeliegen vergleichen wir unterschiedliche Modelle und achten darauf, wie die Matratze Ihren Körper aufnimmt und unterstützt. Auch Ihre bisherige Matratze und Ihre Erfahrungen damit helfen bei der Auswahl.

Was bedeuten die Härtegrade H2 und H3?

Härtegrade dienen als Orientierung für die Festigkeit einer Matratze. Innerhalb einer Modellreihe ist H3 üblicherweise fester als H2.

Zwischen verschiedenen Herstellern sind diese Angaben jedoch nicht einheitlich vergleichbar. Deshalb kann sich eine Matratze mit H3 bei einem Hersteller anders anfühlen als bei einem anderen.

Ein Härtegrad allein sagt noch nicht aus, ob eine Matratze zu Ihrem Körper passt.

Ist eine harte Matratze besser für den Rücken?

Nicht grundsätzlich. Eine sehr feste Matratze kann an Schulter oder Hüfte unangenehmen Druck verursachen. Eine sehr weiche Matratze kann wiederum in bestimmten Bereichen zu wenig Unterstützung bieten.

Entscheidend ist, wie die Matratze auf Ihren Körper reagiert. Deshalb empfehlen wir weder grundsätzlich harte noch grundsätzlich weiche Matratzen.

Wie lange sollte ich eine Matratze probeliegen?

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um verschiedene Matratzen in Ruhe zu vergleichen. Ein kurzes Hinsetzen oder Hinlegen reicht für eine sinnvolle Beurteilung meist nicht aus.

Probieren Sie besonders jene Positionen aus, in denen Sie normalerweise schlafen. Verändern Sie zwischendurch Ihre Lage und achten Sie auf Druckgefühl, Einsinken und Bewegungsfreiheit.

Probeliegen hilft bei der Auswahl, kann aber nicht jede Erfahrung einer ganzen Nacht vorwegnehmen.

Materialien und Liegegefühl

Welche Matratze eignet sich für Seitenschläfer?

In Seitenlage sollten Schulter und Becken ausreichend in die Matratze einsinken können, ohne dass andere Körperbereiche unangenehm wenig Unterstützung erhalten.

Wie viel Nachgiebigkeit erforderlich ist, hängt unter anderem von der Schulterbreite, den Körperproportionen und dem Gewicht ab.

Deshalb gibt es keine Matratzenart und keinen Härtegrad, der für alle Seitenschläfer gleichermaßen passt.

Sind Schaum- oder Taschenfederkernmatratzen besser?

Beide Bauarten können angenehm und unterstützend sein. Entscheidend ist die jeweilige Konstruktion und nicht nur die Materialbezeichnung.

Schaumstoffmatratzen unterscheiden sich stark in ihrer Elastizität und Anpassung. Bei Taschenfederkernmatratzen beeinflussen sowohl die Federn als auch die darüberliegenden Polsterschichten das Liegegefühl.

Welche Ausführung Sie bevorzugen, lässt sich am besten im direkten Vergleich feststellen.

Brauchen zwei Personen mit unterschiedlichem Körperbau unterschiedliche Matratzen?

Das kann sinnvoll sein, muss aber nicht. Wenn sich zwei Personen in Gewicht, Körperbau oder ihren Vorlieben deutlich unterscheiden, kann eine einzige Matratzenfestigkeit für beide ein Kompromiss sein.

Zwei einzelne Matratzen ermöglichen eine unabhängigere Abstimmung. Dabei sollten allerdings auch die unterschiedlichen Höhen, die Besucherritze und die gemeinsame Liegefläche berücksichtigt werden.

Welche Lösung besser passt, hängt von Ihren persönlichen Anforderungen ab.

Welche Matratze ist geeignet, wenn ich nachts stark schwitze?

Das Wärme- und Feuchtigkeitsempfinden hängt nicht nur vom Matratzenkern ab. Auch Bezug, Bettdecke, Bettwäsche, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle.

Manche Matratzenaufbauten begünstigen den Luftaustausch stärker als andere. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass ein bestimmtes Material für jeden Menschen kühler ist.

Wir berücksichtigen deshalb bei der Beratung das gesamte Schlafumfeld und Ihr persönliches Wärmeempfinden.

Nutzung, Pflege und Austausch

Brauche ich zu einer neuen Matratze auch einen neuen Lattenrost?

Nicht automatisch. Wenn Ihr vorhandener Lattenrost in gutem Zustand und für die neue Matratze geeignet ist, kann er häufig weiterverwendet werden.

Wichtig sind die technischen Anforderungen der Matratze, etwa an die Auflagefläche und die Leistenabstände. Bei verstellbaren Rahmen muss die Matratze ebenfalls dafür geeignet sein.

Sollte ich bei einer neuen Matratze auch mein Kopfkissen überprüfen?

Ja, das ist sinnvoll. Wenn Sie auf einer neuen Matratze anders einsinken, kann sich auch der Abstand zwischen Kopf und Liegefläche verändern.

Besonders in Seitenlage kann dadurch ein bisher passendes Kissen zu hoch oder zu niedrig wirken. Deshalb empfehlen wir, das vorhandene Kissen gemeinsam mit der neuen Matratze zu beurteilen.

Muss ich meine Matratze regelmäßig drehen oder wenden?

Das hängt vom jeweiligen Modell ab. Manche Matratzen sind für die beidseitige Nutzung vorgesehen. Andere besitzen eine festgelegte Oberseite und dürfen nicht umgedreht werden.

Auch das Drehen zwischen Kopf- und Fußende ist nicht bei jeder Matratze sinnvoll. Entscheidend sind der innere Aufbau und die Hinweise des Herstellers.

Beachten Sie deshalb immer die Pflege- und Gebrauchsanleitung Ihrer Matratze.

Nach wie vielen Jahren sollte ich meine Matratze austauschen?

Eine allgemein gültige Austauschfrist gibt es nicht. Wie lange eine Matratze ihre Eigenschaften behält, hängt von Qualität, Konstruktion, Belastung und Pflege ab.

Ein Austausch kann sinnvoll sein, wenn sich deutliche Liegekuhlen bilden, die Unterstützung spürbar nachlässt oder hygienische Probleme bestehen.

Auch wenn sich Ihre persönlichen Anforderungen verändert haben, kann eine andere Matratze geeigneter sein. Das Alter allein ist jedoch kein ausreichender Grund für einen Austausch.

Persönliche Matratzenberatung im Liegestudio

Echte Matratzenausstellung im Liegestudio Sonnleitner in Wien-Oberlaa mit verschiedenen Betten und Matratzen.

Welche Matratze zu Ihnen passt, lässt sich nicht allein anhand eines Härtegrades oder einer Materialbezeichnung bestimmen. Wichtig sind Ihr Körperbau, Ihre Schlafgewohnheiten und das persönliche Liegegefühl.

Bei uns können Sie unterschiedliche Matratzen in Ruhe ausprobieren und direkt miteinander vergleichen. Wir achten gemeinsam darauf, wie Sie liegen, und erklären Ihnen die Unterschiede. Auch Ihre vorhandene Unterfederung und Ihr Kopfkissen berücksichtigen wir bei der Beratung.

Wir beraten Sie gerne persönlich

Vereinbaren Sie einen Termin in unserem Liegestudio in Wien-Oberlaa. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Fragen zu beantworten und verschiedene Matratzen gemeinsam mit Ihnen auszuprobieren.

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Weitere Informationen rund um Matratzen, Betten und guten Schlaf finden Sie auf unserer Wissensseite 100 Tipps für guten Schlaf.

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